STUDENTEN­WOHNUNG


Insbesondere in Deutschland und in den Niederlanden ist der Markt für Studentenwohnungen seit der Jahrtausendwende stetig größer geworden. Nicht nur Studierende, sondern auch digitale Nomaden und Selbständige sind daran interessiert, eine Wohnung mit Gleichgesinnten zu teilen oder ein kleines, zentral gelegenes Apartment zu finden. Da die Nachfrage weiterhin wächst und eine Studentenwohnung für Kapitalanleger sehr profitabel ist, lohnt es sich, über eine entsprechende Investition nachzudenken.
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Ansprüche an eine Studentenwohnung


Während es früher unter Studenten üblich war, ein karges, leeres Zimmer in einem kasernenartigen Wohnheim anzumieten oder einfach weiter bei den Eltern zu wohnen, sind Studentenwohnungen heute ein wichtiger Ausdruck der eigenen Unabhängigkeit. Dies ist für viele junge Menschen das erste Mal, dass sie in eine eigene Wohnung ziehen. Häufig ist damit auch der Umzug in eine neue Stadt verbunden. Da Studierende oft noch keine eigenen Möbel haben oder diese bei den Eltern lassen, suchen sie in der Mehrheit nach bereits fertig eingerichteten Wohnungen. Weitere Anforderungen an ein Studenten-Apartment sind:

  • Eine gute Lage in der Nähe der Universität,
  • eine gute Verkehrsanbindung zum Stadtzentrum,
  • Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe,
  • eine hervorragende Internetverbindung,
  • flexible Mietverträge.
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Studentenwohnung vermieten


Etwa 2,87 Millionen Menschen hatten sich im Wintersemester 2018/2019 an den Universitäten eingeschrieben und sie alle brauchten eine Wohnung. Jedes Jahr im September und Oktober steigt die Nachfrage nach Studentenwohnungen rasant an. Grund hierfür ist der Beginn des Wintersemesters Mitte Oktober – für viele Erstsemester der Auftakt des Studiums. Allerdings ist die Nachfrage nach Studenten-Apartments deutlich größer als das Angebot in Deutschland: Es gibt gerade in den deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg und München einen Wohnungsmangel. Hinzu kommt, dass Studierende in der Regel ein eher kleines Budget haben, sich aber große Wohnungen in zentraler Lage wünschen. Allein zwischen 2016 und 2017 ist das Investment in Studentenwohnformen in Deutschland um 1,2 Milliarden US-Dollar angestiegen.1 Insgesamt machen Studentenwohnungen etwa 26 % des Immobilienmarktes für Studenten aus. In den Niederlanden sind es sogar 45 %.

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Den Bestand an Studentenwohnungen verstehen


In Deutschland studieren so viele Menschen wie noch nie zuvor: Grund hierfür ist die immer weiter steigende Bildungsbeteiligung. Auch doppelte Abiturjahrgänge und die zunehmende Geschlechtergleichstellung spielen eine wichtige Rolle. Experten zufolge steht fest: Dieser Trend wird sich fortsetzen. Dementsprechend steigt auch die Nachfrage nach Studentenwohnungen auf dem Immobilienmarkt. Der Wohnungsmangel erfordert nicht nur ein besseres Angebot, sondern auch mehr Kreativität von Seiten der Investoren: Studierende möchten sich im Rahmen der mobilen Gesellschaft nicht mehr festlegen. Viele von ihnen verbringen ein Semester im Urlaub, wechseln während des Bachelors die Stadt oder müssen ein Praktikum an einem anderen Ort absolvieren. Aus diesem Grund sind Studentenhotels, Micro Apartments und andere innovative Lösungen zu fairen Preisen heute sehr beliebt. Investoren sollten zunächst den vorhandenen Bestand und Bedarf an Studentenwohnungen in einer Stadt verstehen, bevor sie sich für eine Investition entscheiden.

Eine weitere denkbare Wohnform ist das Coliving. Vorteil bei diesem Konzept ist, dass es sich auch bei Digitalen Nomaden, die von überall aus arbeiten können, großer Beliebtheit erfreut. Investoren können mit dieser Art von Wohnung also gleich zwei Zielgruppen erreichen. Im Sinne der Sharing Economy stellt das Coliving eine Mischung aus Studentenwohnheim, Coworking Space und Studentenwohnung dar. In den Gebäuden gibt es verschiedene Apartments und Suiten, die normalerweise unterschiedliche Preiskategorien haben. Ein gemeinsamer Arbeits- sowie ein Aufenthaltsraum sorgen dafür, dass die Bewohner schnell und einfach in Kontakt kommen können. Die Gemeinschaft steht im Vordergrund, weshalb oftmals auch ein Garten, eine Gemeinschaftsküche oder ein Fitnessstudio Teil der Gebäude sind. Diese Wohnform lässt sich mit Micro Apartments kombinieren, die auf kleiner Fläche maximalen Komfort und hohe Flexibilität verbinden. Da die Studierenden beim Coliving eine Küche teilen oder gemeinsam ein Heimkino benutzen, sind sie eher dazu geneigt, ein kleines Zimmer zu mieten.

Ein Klassiker für Studierende sind außerdem Studentenwohnheime. Gleichzeitig stellen sie ein solides Investment dar. Normalerweise teilen sich mehrere Studierende eine Küche, einen Gemeinschaftsbereich und je nach Preisgestaltung auch ein gemeinsames Badezimmer. Studentenwohnheime haben außerdem einen Garten oder eine Terrasse, die sich für alle Wohnheimbewohner eignen. Der große Vorteil an einem Wohnheim ist die Nähe zur Uni, denn häufig befindet sich diese Variante der Studentenwohnung direkt auf dem Campus. Für Investoren wird es zunehmend interessanter, die Idee des klassischen Studentenwohnheims als Coliving neu aufzuziehen.

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Studentenwohnung einrichten


Zwei Hauptgründe, warum die Investition in Studentenwohnungen für Bestandshalter und Projektentwickler so profitabel ist, sind der steigende Bedarf an Wohnraum sowie die Tatsache, dass ausländische Studierende und auch digitale Nomaden in den neu aufgezogenen Konzepten bereit sind, höhere Mieten zu zahlen. Selbst Immobilien, die auf den ersten Blick heruntergewirtschaftet sind, lassen sich leicht als Studentenwohnung einrichten. Dabei hilft der Trend zum Minimalismus: Studierende brauchen neben den Basics wie einem Bett, einem Schreibtisch und einem Kleiderschrank heute vor allem gutes Internet. Auch ein Gemeinschaftsraum mit Arbeitsmöglichkeiten ist ein großer Pluspunkt für eine moderne Studentenwohnung. Diese Einrichtungselemente verlangen von Investoren keine großen finanziellen Sprünge. Mit einem zeitlosen, objekttauglichen Möblierungskonzept und kreativen Lösungen für noch mehr Stauraum lassen sich außerdem auch Micro Apartments vermarkten.

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