innenausbau


Der Innenausbau ist die letzte Phase beim Hausbau. Er bietet Bauherren die Möglichkeit, viele Details zu entscheiden, durch Eigenleistungen zu sparen und sicher zu gehen, dass das neue Haus allen Anforderungen entspricht. Neben der erfolgreichen Koordination der verschiedenen beteiligten Gewerke gilt es, ein Auge auf die Energieeffizienz zu werfen, die immer wichtiger wird und große Ersparnisse ermöglicht. Der Innenausbau kann mehrere Monaten dauern und endet in der Regel, wenn das Haus schlüsselfertig ist. Man sollte für diese Bauphase etwa die Hälfte der Gesamtkosten einplanen.

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Definition Innenausbau


Der Innenausbau umfasst alle Arbeiten, die die Gestaltung des Innenraums eines Hauses beeinflussen. Dazu gehört der Trockenbau, bei dem man nichtragende Wände einbaut und so die finale Raumaufteilung schafft. Weitere Teile des Innenausbaus sind die Installation von Sanitäranlagen, der Elektrik, der Heizung und eines Kaminofens sowie der Innenputz, die Tapezierarbeiten, der Treppenbau sowie der Einbau von Fenstern und Türen. Darüber hinaus ist es im Rahmen des Innenausbaus möglich, eine bereits fertige Immobilie zu verändern. Besonders häufig entscheiden sich Hausherren, die ihr Haus energieeffizienter gestalten wollen, dafür. Doppelte oder dreifache Verglasung, ein neuer Heizkessel oder die Dämmung von Innenwänden gehören beispielsweise zu diesen Maßnahmen. Für den energieeffizienten Innenausbau mit Holz oder anderen umweltfreundlichen Materialien kann man auch eine staatliche Förderung beantragen.

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Welche Gewerke gehören zum Innenausbau?


Am Innenausbau sind vor allem die folgenden Gewerke beteiligt:

  • Elektriker,
  • Sanitär- und Heizungsinstallateur,
  • Trockenbauer,
  • Estrichleger,
  • Fußbodenleger,
  • Fliesenleger,
  • Treppenbauer,
  • Schreiner,
  • Fensterbauer,
  • Putzer, Gipser und Stuckateur,
  • Maler,
  • Tapezierer,
  • Dekorateur.

Für den modernen Innenausbau ist es essentiell, die verschiedenen Handwerker und Bauleistungen effizient zu koordinieren, denn die verschiedenen Gewerke arbeiten oft parallel. Gerade der Elektriker muss mit verschiedenen anderen Gewerken zusammenarbeiten, wenn zum Beispiel ein Haus, das sich für Smart Living eignet, geplant ist. Normalerweise übernimmt der Architekt diese Form der Baustellenüberwachung. Mit dieser Aufgaben kann man aber auch ein spezialisiertes Unternehmen beauftragen.

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Die Phasen des Hausbaus


Der Hausbau lässt sich in verschiedene Phasen gliedern: Er beginnt mit der Herrichtung und Erschließung des Grundstücks, wozu zum Beispiel die Ebnung des Bodens, die Entfernung von Schadstoffen oder Verschmutzungen sowie der Anschluss an das Strom- und Wassernetz gehören. Es folgt der Rohbau, der häufig mit dem Tiefbau verbunden ist. Die Trockenlegung der Baugrube ist hier ein wichtiger Bestandteil. Zum Tiefbau gehören Keller und Fundament. Der Rohbau besteht aus der Errichtung von Wänden und Dach, woran wie beim Innenausbau bereits viele verschiedene Gewerke beteiligt sind. Dran schließt sich der Innenausbau an. Zu guter Letzt folgen häufig noch Außenanlagen-Arbeiten am Garten, an Wegen oder an der Garage. Damit der Bau zügig voranschreitet, ist die Abstimmung zwischen allen Handwerkern – auch Phasen übergreifend – wichtig. Der Bauleiter sollte dabei auch die nötigen Trocknungszeiten berücksichtigen, die oft bis zu zwei Monate betragen können. Bis der komplette Innenausbau abgeschlossen ist, können daher mehrere Monate vergehen.

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Die Kosten des Innenausbaus


Die Rohbaukosten machen etwa 40-50 % der Gesamtkosten für einen Neubau aus. Der Großteil des verbleibenden Budgets fließt in den Innenausbau. Dabei hängt der genaue Betrag von den gewünschten Details ab. Grundsätzlich lassen sich Innenausbaukosten in Höhe von 350 € bis 600 € pro m2 Nutzfläche veranschlagen. Besonders teuer sind die Wände und die Böden, deren Kosten meist im mittleren fünfstelligen Bereich liegen. Auch Sanitäranlagen und Elektrik machen einen wichtigen Teil der Kosten aus, während Fenster und Türen etwas günstiger sind. Neben der Größe des Hauses spielen dabei die gewünschten Materialien und auch die durchschnittlichen Kosten in der Region eine wichtige Rolle. Grundsätzlich sind Innenausbaukosten von bis zu 100.000 € für ein Haus mit einer Wohnfläche von 150 m2 realistisch. Aufgrund steigender Preise für Rohstoffe, des Fachkräftemangels in der Baubranche und komplizierter Anforderungen an energieeffiziente Gebäude müssen sich Bauherren in Zukunft auf noch höhere Kosten einstellen.

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Innenausbau und Innenarchitekt


Wer sich für ein Architektenhaus entscheidet, wird die Gestaltung des Innenausbaus in weiten Teilen dem beauftragten Architekten überlassen. Dieser fungiert als Bauleiter und vertritt dabei die Interessen des Bauherren. Zugleich ist der Innenarchitekt auch für die optische Gestaltung des Wohnraums zuständig. Er ist Experte für Materialien, Farben und Kunst. Er berücksichtigt sowohl künstlerische als auch technische, wirtschaftliche und ökologische Gesichtspunkte. Normalerweise engagiert man den Innenarchitekt schon vor Beginn des Innenausbaus. Wer jedoch bereits eine fertige Immobilie besitzt und einen Umbau plant oder sich Unterstützung bei der Gestaltung der Innenräume wünscht, kann auch zu einem späteren Zeitpunkt einen Innenarchitekten beauftragen. Prinzipiell ist der Innenausbau aber auch ohne einen Innenarchitekten möglich.

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