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Kunde
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG
Standort
Höchst
Fläche
530
QM
Fertigstellung
2025
Die Infraserv GmbH & Co. Höchst KG ist die Betreibergesellschaft eines der größten Forschungs- und Produktionsstandorte Europas: dem Industriepark Höchst. Das Gebäude D-561 nimmt hier eine Sonderrolle ein.
Konzipiert als "Combined Meeting Hub", dient es den ansässigen Unternehmen als flexible Erweiterung ihrer eigenen Flächen. Es ist ein Ort der Vernetzung, der temporären Projektarbeit und des Austauschs – ein physischer Beweis für den Strukturwandel der Industrie.
Die bestehende Struktur wird neu interpretiert und mit agilen Zonen für Konzentration, Rückzug und Zusammenarbeit ergänzt. Ein aufgehängter Kubus mit kubistischen Formen wirkt leicht und elegant schwebend. Dezente Beleuchtung betont Übergänge, während Begrünung den industriellen Charakter aufweicht. Eine Dreieinigkeit aus Geschichte, Architektur und Innovation – eine Bürowelt, die Tradition und Zukunft in Balance bringt.
Mitten im Industriepark Höchst stand das Gebäude D-561 vor einer Transformation. Die Aufgabe: Eine ehemalige Industriehalle in einen flexiblen Workspace für verschiedene Mieterfirmen zu verwandeln, ohne ihre Seele zu verlieren. Die Jury des German Design Award 2026 zeichnete besonders den sensiblen Umgang mit der historischen Substanz aus.
Das Ergebnis ist eine Trinität aus Geschichte, Architektur und Innovation – ein Büro, das Heritage und Future perfekt ausbalanciert.
Die Herausforderung: Maßstab und Denkmalschutz
Wie schafft man in einer gewaltigen, historischen Industriehalle mit spitzbogigen Decken menschliche Maßstäbe und akustische Intimität, ohne die Großzügigkeit zu zerstören?
Die Lösung: Das Raum-im-Raum Prinzip
Wir implantierten kubistische Volumen in die Halle. Diese "Boxen" beinhalten Meetingräume und Rückzugsorte. Sie wirken wie schwebende Architekturelemente, die sich vom historischen Bestand lösen.
Das Ergebnis: Interior meets Exterior
Das Design fließt über die Wände hinaus. Die typischen Spitzbögen und Stahlsäulen der Fassade werden im Innenraum zitiert und inszeniert. So verschmelzen Innenraum und Außenwelt zu einem kohärenten Ganzen.
Die Design-Strategie: Architektur, Geschichte & Innovation
Die Transformation folgte einer klaren Leitidee: Die historische Hülle bleibt unberührt, das Neue stellt sich selbstbewusst, aber respektvoll hinein.
Hochglanzpolierte Glaswände, warmes Holz an den Treppenaufgängen und weiche Textilien in den Lounge-Bereichen ("Get-Together-Zones") brechen die Härte.
Der originale Betonboden, das freigelegte Mauerwerk und die sichtbaren Lüftungsrohre erzählen die Geschichte der industriellen Nutzung.
Mooswände und Bepflanzung bringen "Biophilic Design" in die sterile Industrieumgebung.
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